Fruit Risk Assessment Programme for Pesticides (FRAPP)

Im Rahmen der Food Safety Initiative FRAPP sammelt die SGF seit 2005 Daten über Pflanzenschutzmittel, die während des Anbaus der zu verarbeitenden Früchte im Einsatz sind.

Ein zentraler Punkt der Risikoeinschätzung im Bereich industriell verarbeiteter Früchte ist die Erhebung von eingesetzten Pflanzenschutzmitteln weltweit, was bei SGF mit der Initiative FRAPP (Fruit Risk Assessment Programme for Pesticides) mit viel Erfolg seit vielen Jahren durchgeführt wird. Hiermit immunisiert sich die Branche ein gutes Stück gegen unberechtigte Anschuldigungen und Pauschalverurteilungen. Inzwischen ist FRAPP an vielen öffentlichen Stellen bekannt und geschätzt, z.B. bei der Europäischen Kommission oder verschiedenen nationalen Institutionen.

Teilnahme ist Kriterium für Zertifizierung

Die Teilnahme an FRAPP für Früchte verarbeitende Betriebe ist bereits seit einigen Jahren in den Ausführungsbestimmungen des Freiwilligen Kontrollsystems verpflichtend festgelegt. Durch das geplante Einbeziehen dieses Punktes in die Kriterien zur Vergabe des SGF Zertifikates ändert sich auch formal die Bedeutung von FRAPP.

Ziele und Vorteile von FRAPP

Das Ziel von FRAPP ist die Erhebung aller Pflanzenschutzmittel, die während des Anbaus der verarbeiteten Früchte eingesetzt werden. Durch statistische Auswertung dieser Daten wird eine verbesserte frucht- und regionalspezifische Qualitätskontrolle möglich. Weiterhin - und das ist heute der weit größere Nutzen der Initiative - werden Fruchtverarbeiter individuell über die Bewertung der in ihren Produkten eingesetzten Pestizide informiert. Abweichende nationale Situationen im Produktions- und im Importland werden offensichtlich. Langfristigen Entwicklungen der Rechtslage kann vorweggegriffen werden. Durch eine FRAPP-Teilnahmebescheinigung kann Kunden ein aktives Risikomanagement nachgewiesen werden.

Allerdings kann FRAPP in keinem Falle den Anspruch auf eine komplette Erhebung aller Pestiziddaten erheben, da die industrielle Wirklichkeit dies nicht zulässt. Es ist klar, dass in einigen Frucht-Bezugsstrukturen besondere Anstrengungen notwendig sind, die nötigen Informationen zusammen zu stellen. Dennoch wird auch unsere Industrie vor dem allgemeinen Trend einer verpflichtenden Pestiziddokumentation innerhalb der Lebensmittelbranche nicht verschont bleiben können. Vor diesem Hintergrund wurden Mindeststandards für eine FRAPP-Teilnahme festgelegt, um bei der Zertifikatsvergabe faire Verhältnisse sicherzustellen.

Wie kann man an FRAPP teilnehmen?

Für eine FRAPP-Teilnahme ist die Abgabe von Daten für mindestens fünf der wichtigsten Fruchtlieferanten einer Fruchtart definiert. Die Datenabgabe verlangt wenig komplexe Angaben. Lediglich der Name einer eingesetzten Substanz zu einer Fruchtart und eine Mengenangabe der verarbeiteten Früchte sind notwendig, ohne weitere Angaben über Spritzfrequenz, Konzentration oder andere technische Daten.

 

Praktische Information für teilnehmende Betriebe:

Für die Pestiziddatensammlung hat die SGF ein Eingabeformular entwickelt. Diese Excel-Datei und die entsprechenden Erklärungen sind in 6 verschiedenen Sprachen erhältlich. Sie finden das Eingabeformular in unserem Downloadbereich unter Projektinformationen/FRAPP. 

Europäische Gesetzgebung:

Harmonisierte MRLs der Europäischen Kommission

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