Geschichte


um 1970

Produktverfälschungen und unfairer Wettbewerb gefährden das Branchenimage.

Die Branche sucht nach Auswegen.


1972

Gründung der Interessengemeinschaft Zitrussäfte e.V. (IGZ)

auf Initiative des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) zur laufenden Überwachung von Qualität und Kennzeichnung der Zitrussäfte im deutschen Markt.


1974

Gründung der Schutzgemeinschaft der Fruchtsaft-Industrie e.V. (SGF)

als Instrument der industriellen Selbstkontrolle und zur Wiederherstellung sauberer und fairer Marktverhältnisse.


1975

Publikation: "Steckbrief für Orangensäfte"

durch den VdF. Der Steckbrief enthält Richtwerte und Schwankungsbreiten bestimmter Kennzahlen (RSK) zur analytischen Beurteilung von Produkten. Die SGF-Selbstkontrolle verzeichnet erste Erfolge. Grobe Qualitätsfehler werden in Strafverfahren abgestellt.


1976

Reorganisation

Die SGF operiert jetzt unabhängig vom Schwesterverband VdF in einer eigenen Geschäftsstelle in Zornheim. Die IGZ geht in der SGF auf.


1977

Weiterentwicklung des "Steckbriefs für Orangensäfte"

Der VdF erarbeitet die RSK-Werte für weitere Fruchtsäfte.


1981

Verbreiterung der Mitgliedsbasis

Die Arbeit der SGF soll von allen deutschen Herstellern getragen werden. Eine identische Mitgliedsordnung von VdF und SGF unterstützt die Doppelmitgliedschaft in beiden Verbänden. Die meisten VdF-Mitglieder treten der SGF bei.


1986

Gründung des Freiwilligen Kontroll-Systems (FKS)

Erstmals kontrolliert die SGF bei Herstellern, Abfüllern und deren Lieferanten die Einhaltung der FKS-Vorschriften zur Qualitäts-sicherung. Damit steht die FKS-Kontrollkette "vom Baum bis in die Flasche und zurück".


1989

Gründung International Raw Material Assurance (IRMA)

Die SGF bietet ihren Rohwaren-Kontrollservice für Abfüller europaweit an. Die Dänen nutzen als erste das Angebot.


1990

Veröffentlichung des "Code of Practice" (CoP) durch den europäischen Fruchtsaftverband AIJN

Der Code of Practice (CoP) definiert einen einheitlichen Handelsbrauch für den europäischen Markt und beschreibt authentische Fruchtsäfte nach dem Vorbild des RSK-Systems.


1991

Start des Freiwilligen Kontroll-Systems in den neuen Bundesländern

Die Abfüller aus den neuen Bundesländern treten dem SGF per Verbandsbeschluss geschlossen bei.


1992

Regional Quality Control System (RQCS)

Das regionale Kontrollsystem entsteht in Kooperation mit dem Österreichischen Fruchtsaftverband. Die Markt-, Abfüller- und Lieferantenkontrollen werden erstmals über Deutschland hinaus ausgedehnt.


1994

European Quality Control System (EQCS)

Die europäischen Kontrollsysteme verschiedener EU-Länder schließen sich unter dem Dach des EQCS zusammen.

Kooperation von SGF/IRMA mit der schwedischen Fruchtsaft-Industrie

Nach Österreich nutzt auch Schweden den SGF/IRMA-Service.

Präsentation des FLAIR/BCR-Projektes in Parma

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums stellte die SGF die Ergebnisse ihrer von der EU geförderten Untersuchung zu neuen Methoden der Fruchtsaft-Analytik vor.


1995

SGF/IRMA - Service ausgeweitet auf Ungarn, Finnland und die Niederlande

Die Abfüller dieser Länder treten dem Kontrollsystem bei.


1996

SGF/IRMA übernimmt zentrale Rohwarenkontrolle in Europa

für alle dem EQCS angeschlossenen lokalen Kontrollsysteme.


1997

Zertifizierung des Freiwilligen Kontroll-Systems der SGF

durch das EQCS im Hinblick auf die Erfüllung aller Vorgaben, Regeln
und "Guidelines".


1998

Dr. Karl Neuhäuser übernimmt den SGF-Vorsitz

als Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden A. Wiesenberger.


1999

SGF ist der mitgliedsstärkste internationale Branchenverband

mit über 500 Mitgliedern in rund 50 Ländern.


2000

Start der Qualitätsinitiative Süd- und Osteuropa (SGF/QUISEE)

mit den Zielen in den EU-Kandidatenländern Osteuropas lokale Kontrollsysteme zu initiieren sowie im Süden Europas Aufbauhilfe zu leisten.

Start der SGF-Hygiene-Audits

Alle Hersteller werden anhand einer Hygiene Checkliste kontrolliert.


2002

Start des EU-Forschungsprojekts "Pure Juice"

unter der Leitung der SGF.

SGF- Datenbank in Website eingestellt auf der Basis authentischer Muster aus aller Welt

Die Fruchtsaftindustrie Schwedens und Irlands schliessen sich den Abfüllerkontrollen von SGF/RQCS an.


2003

SGF/IRMA

Service erweitert auf Polen und die Tschechische Republik.

SGF/RQCS

erweitert Mark- und Abfüllerkontrollen in die Länder Dänemark und in die Tschechische Republik.


2004

SGF International e. V.

Mitgliederversammlung der Schutzgemeinschaft der Fruchtsaft-Industrie e. V. beschließt am 13. Mai 2004 Satzungs- und Strukturreform. Vereinssitz wechselt von Bonn nach Frankfurt/Main. Neustruktur des Vorstandes: Präsidium, IRMA-Board, RQCS-Board.


2005

Start des Projektes

"Fruit Risk Assessment Project for Pesticides" (FRAPP).

Mitgliederversammlung beschließt am 24. Mai 2005

Änderung der Beitragsordnung.

EU-Projekt

"Pure Juice" Projekt wird beendet.

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